Pressemitteilung mit KI schreiben

Pressemitteilungen mit KI schreiben

So erstellst du in wenigen Minuten Pressemitteilung mit KI

Schritt 1

Unternehmen & Meldungsart Trage deinen Firmennamen ein und wähle die Art der Meldung, z.B. Produktlaunch, Kooperation oder Personalmeldung.

Schritt 2

Kerninhalt (wichtigster Schritt) Schreib hier rein, was passiert ist: Datum, Ort, beteiligte Personen, Zahlen, Hintergründe. Je mehr Details, desto besser das Ergebnis. Vollständige Sätze sind nicht nötig.

Schritt 3

Zielgruppe & Tonalität Wähle, für welche Medien die Meldung gedacht ist und wie sie klingen soll – von sachlich-professionell bis nahbar und persönlich.

Schritt 4

Zitat (optional) Hast du ein O-Ton einer Führungskraft? Einfach eintragen. Fehlt das Zitat, erfindet die KI eines – du kannst es danach anpassen.

Schritt 5

Generieren & kopieren Klick auf „Pressemitteilung generieren“. Nach wenigen Sekunden erscheint der fertige Text. Mit dem Kopieren-Button direkt in die Zwischenablage.

Pressemitteilungen mit KI schreiben

Was ist eine Pressemitteilung überhaupt?

Eine Pressemitteilung (englisch: press release oder news release) ist eine offizielle schriftliche Ankündigung, die ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Einzelperson an Medien verschickt. Das Ziel: Journalisten sollen die Neuigkeit aufgreifen und darüber berichten.

Der entscheidende Unterschied zu anderen Texten: Eine Pressemitteilung richtet sich nicht direkt an den Endkunden, sondern an die Presse. Die Presse entscheidet dann, ob sie die Story weitergibt.

Laut dem US-amerikanischen PR-Portal Muck Rack sagen 84 % der Journalisten, dass PR-Profis regelmäßig Inspirationen für ihre Storys liefern — Pressemitteilungen inbegriffen. Das Format funktioniert also, wenn man es richtig einsetzt.

Wann schreibt man eine Pressemitteilung?

Nicht jede Neuigkeit rechtfertigt eine Pressemitteilung. Der wichtigste Grundsatz aus dem US-amerikanischen PR-Bereich lautet: Ist es wirklich eine Nachricht?

Typische Anlässe für eine Pressemitteilung:

  • Produktlaunch oder neue Dienstleistung — Du bringst etwas Neues auf den Markt
  • Auszeichnungen oder Preise — Dein Unternehmen wurde nominiert oder gewonnen
  • Kooperationen und Partnerschaften — Zwei Unternehmen tun sich zusammen
  • Personalentscheidungen — Neue Geschäftsführung, neues Führungsteam
  • Events und Veranstaltungen — Presse soll vorab informiert werden
  • Studien und Umfrageergebnisse — Du hast Daten, die relevant sind
  • Krisen-Kommunikation — Du willst deine Version der Geschichte kontrollieren

Wenn keiner dieser Punkte zutrifft — und du einfach nur etwas bewerben willst — ist eine Pressemitteilung das falsche Format. Dann schreib lieber einen Blogartikel oder steck das Budget in Ads.

Die Grundlagen: Das Inverted Pyramid-Prinzip

Das wichtigste Konzept für jede Pressemitteilung stammt aus dem US-amerikanischen Journalismus: die Inverted Pyramid (umgekehrte Pyramide).

Die Idee ist simpel: Die wichtigsten Informationen kommen zuerst, die unwichtigsten zuletzt. Nicht andersherum.

Warum? Weil Journalisten keine Zeit haben. Wenn deine Kernaussage auf Seite zwei steht, landet die Mail im Papierkorb. Außerdem kürzen Redakteure Texte von unten — wenn der wichtige Teil oben steht, überlebt er den Schnitt.

Das erste Absatz einer Pressemitteilung muss die sogenannten 5 Ws beantworten:

  • Who — Wer ist beteiligt?
  • What — Was ist passiert oder neu?
  • When — Wann findet es statt / ist es passiert?
  • Where — Wo?
  • Why — Warum ist das relevant?

Wer diese fünf Fragen in den ersten 30 Wörtern beantwortet, hat den Grundstein gelegt. Alles weitere dient der Vertiefung.

Der Aufbau einer Pressemitteilung

Eine professionelle Pressemitteilung folgt einem klaren Gerüst. So sieht es aus:

1. Veröffentlichungsstatus

Ganz oben, in Großbuchstaben: ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG (oder im Englischen: FOR IMMEDIATE RELEASE).

Falls die Meldung unter Sperrfrist steht: SPERRFRIST BIS [DATUM, UHRZEIT].

Das klingt formal — ist aber ein wichtiges Signal an Journalisten, das sie gewohnt sind.

2. Kontaktdaten

Direkt darunter oder oben rechts: Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Pressekontaktperson. Das ist einer der häufigsten Fehler: Keine Kontaktdaten, oder sie sind versteckt. Ein Journalist, der schnell rückfragen will, gibt auf, wenn er erst suchen muss.

3. Headline

Die Überschrift ist der Türöffner. Sie entscheidet, ob jemand weiterliest. Folgende Regeln gelten:

  • Maximal 6–12 Wörter — kurz und auf den Punkt
  • Klare Aussage — was ist die Nachricht, nicht das Thema
  • Keine Werbebotschaften — Journalisten lesen keine Slogans
  • Aktiv formuliert — nicht „Neues Produkt wird eingeführt“, sondern „Startup X bringt KI-Tool für mittelständische Unternehmen“

4. Unterzeile (optional)

Ein kurzer Satz unter der Headline, der die Story ergänzt oder konkretisiert. Nicht immer nötig, aber nützlich bei komplexeren Themen.

5. Datumszeile (Dateline)

Im amerikanischen Format: BERLIN, 16. Mai 2025 – gefolgt vom ersten Absatz.

Die Datumszeile gibt an, von wo und wann die Meldung stammt. Sie gehört direkt vor den ersten Satz des Textes.

6. Einleitungsabsatz (Lead)

Das Herzstück der Pressemitteilung. Hier beantwortest du die 5 Ws — präzise, sachlich, ohne Blabla. Maximal 60–75 Wörter. Keine Adjektive wie „revolutionär“ oder „einzigartig“. Fakten, keine Werbung.

Schlechtes Beispiel:

„Unsere bahnbrechende neue Softwarelösung wird die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, für immer verändern.“

Gutes Beispiel:

„Die Muster GmbH hat heute ihre neue Projektmanagement-Software für kleine Unternehmen vorgestellt, die ab dem 1. Juni 2026 verfügbar ist und monatlich 29 Euro kostet.“

7. Body (Hauptteil)

Hier kommen die Details: Hintergrundinformationen, Erklärungen, Zahlen, Kontext. Der Hauptteil folgt weiterhin der Inverted Pyramid — wichtiges zuerst, Ergänzendes danach.

Absätze sollten kurz sein: 2–3 Sätze je Absatz. Gesamtlänge der Pressemitteilung: 300–600 Wörter. Alles darüber wird selten vollständig gelesen.

8. Zitate

Zitate lockern die Meldung auf und verleihen ihr menschliche Note — aber nur, wenn sie echten Mehrwert haben. Ein schlechtes Zitat wiederholt das, was schon im Text steht:

„Wir sind begeistert, dieses Produkt vorzustellen“, sagt CEO Max Müller.

Ein gutes Zitat fügt eine Perspektive, Emotion oder Einordnung hinzu:

„Wir haben zwei Jahre lang mit kleinen Unternehmen gesprochen und festgestellt, dass 80 Prozent ihrer Projektzeit in E-Mails versickert — das wollen wir ändern“, sagt CEO Max Müller.

Laut AP-Style-Konvention aus den USA gilt: Zitate immer in der dritten Person attribuieren, mit vollständigem Name und Titel bei der ersten Erwähnung.

9. Boilerplate

Ganz am Ende, vor den Kontaktdaten: ein kurzer Standardtext über dein Unternehmen. Maximal 100 Wörter. Geschrieben in der dritten Person. Immer gleich — dieser Text wird von Mitteilung zu Mitteilung wiederverwendet.

Was hineingehört: Gründungsjahr, Kerngeschäft, Standort, und ein Link zur Website.

Schlechtes Beispiel:

„Wir sind eine führende Agentur für digitales Marketing mit Leidenschaft für Ergebnisse.“

Gutes Beispiel:

„Die Muster GmbH ist eine 2018 in Berlin gegründete Softwareentwicklungsfirma mit Fokus auf Projektmanagement-Tools für KMU. Das Unternehmen beschäftigt 12 Mitarbeitende und bedient über 500 Kunden in der DACH-Region. Mehr Informationen unter www.muster-gmbh.de.“

10. Abschlusszeichen

Ganz unten, zentriert: ###

Das ist kein Tippfehler — das ist das US-amerikanische Standardzeichen für „Ende der Pressemitteilung“. Es signalisiert Journalisten, dass nichts abgeschnitten wurde. In Deutschland ist das weniger verbreitet, aber wer es kennt, weiß es zu schätzen.

Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)

Fehler 1: Keine echte Nachricht „Wir haben unsere Website überarbeitet“ ist keine Pressemitteilung wert. Frag dich immer: Würde das ein Journalist seinen Lesern erzählen wollen?

Fehler 2: Zu werblich Wenn jedes zweite Wort „einzigartig“, „innovativ“ oder „führend“ ist, verliert die Meldung Glaubwürdigkeit. Journalisten sind Profis — die merken das sofort.

Fehler 3: Kein Kontakt angegeben Fehlende oder falsche Kontaktdaten sind ein Karrierekiller für Pressemitteilungen. Immer Name, direkte Telefonnummer und E-Mail.

Fehler 4: Zu lang Alles über 600 Wörter wird selten komplett gelesen. Kürze ist eine Tugend.

Fehler 5: Falsche Zielgruppe Eine Pressemitteilung richtet sich an Journalisten — nicht an Kunden. Wer eine Pressemitteilung wie einen Werbetexter schreibt, schreibt am Ziel vorbei.

Checkliste: Pressemitteilung schreiben

Bevor du auf „Senden“ drückst, geh diese Liste durch:

Inhalt

  • [ ] Ist die Meldung wirklich eine Nachricht (newsworthy)?
  • [ ] Beantwortet der erste Absatz alle 5 Ws (Wer, Was, Wann, Wo, Warum)?
  • [ ] Ist der Text sachlich und frei von Werbesprache?
  • [ ] Gibt es mindestens ein aussagekräftiges Zitat von einer namentlich genannten Person?
  • [ ] Enthält der Text belegbare Fakten, Zahlen oder Daten?

Aufbau

  • [ ] Steht der Veröffentlichungsstatus ganz oben (Sofort / Sperrfrist)?
  • [ ] Ist die Headline präzise und max. 10–12 Wörter lang?
  • [ ] Enthält die Datumszeile Ort und Datum?
  • [ ] Ist der Haupttext nach dem Inverted Pyramid-Prinzip strukturiert?
  • [ ] Enthält die Pressemitteilung einen Boilerplate in der dritten Person (max. 100 Wörter)?
  • [ ] Stehen Kontaktdaten (Name, Telefon, E-Mail) gut sichtbar?

Format

  • [ ] Maximal 300–600 Wörter Gesamtlänge?
  • [ ] Absätze maximal 2–3 Sätze?
  • [ ] Kein Schreibfehler, keine Tippfehler?
  • [ ] Abschlusszeichen ### vorhanden?

Distribution

  • [ ] Hast du recherchiert, welche Journalisten für dein Thema zuständig sind?
  • [ ] Hast du einen personalisierten Begleittext für die E-Mail geschrieben?
  • [ ] Hast du Bildmaterial als separaten Anhang (kein Einbetten in die E-Mail) beigefügt?
  • [ ] Planst du den Versand zwischen Dienstag und Donnerstag vormittags?

Kurzes Muster-Gerüst

Hier ein schlankes Template, das du direkt nutzen kannst:

ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG

Pressekontakt:
[Name]
[Telefon]
[E-Mail]

---

[HEADLINE: Kurz, faktisch, aktiv]
[Unterzeile: optional, ergänzende Info]

BERLIN, [Datum] – [Einleitungsabsatz: 5 Ws in max. 75 Wörtern]

[Absatz 2: Details, Hintergrund, Kontext]

[Absatz 3: Zitat von namentlich genannter Person mit Titel]

[Absatz 4: Weitere Details oder Call to Action]

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Über [Unternehmen]:
[Boilerplate, max. 100 Wörter, dritte Person, Link zur Website]

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